{"id":225,"date":"2008-11-14T11:17:47","date_gmt":"2008-11-14T10:17:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.streetlightstv.de\/blog\/masse-versus-klasse-das-quantitaetsproblem-bei-web-tv\/"},"modified":"2008-12-03T21:04:53","modified_gmt":"2008-12-03T20:04:53","slug":"masse-versus-klasse-das-quantitaetsproblem-bei-web-tv","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.streetlightstv.de\/blog\/masse-versus-klasse-das-quantitaetsproblem-bei-web-tv\/","title":{"rendered":"Masse versus Klasse &#8211; Das Quantit&#228;tsproblem bei Web-TV"},"content":{"rendered":"<p>\u201eWo ist das Geld?\u201c <a href=\" http:\/\/www.techcrunch.com\/2008\/11\/13\/online-video-wheres-the-money\/\" title=\"\">fragt TechCrunch<\/a> in einer aktuellen Analyse bez&#252;glich Online-Videos. Entgegen der enthusiastischen Erwartungen, dass Videowerbung in den kommenden f&#252;nf Jahren von 500 Millionen US-Dollar 2008 auf mehr als 5 Milliarden US-Dollar ansteigen werde, erwartet TechCrunch vielmehr, dass diese Prognosen in absehbarer Zeit stark nach unten korrigiert werden m&#252;ssten. Im Moment noch scheinen nur sehr wenige Anbieter wirklich viel Geld mit Videos im Internet machen zu k&#246;nnen. Und es sei nicht damit zu rechnen, dass sich dies in absehbarer Zeit &#228;ndern werde.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.techcrunch.com\/wp-content\/themes\/techcrunchmu\/images\/logos\/techcrunch.png\" alt=\"\" \/><\/center><\/p>\n<p>Eine bittere Erkenntnis, die in der Branche nicht unbekannt ist und Reaktionen hervorruft. So hat sich nun Youtube <a href=\" http:\/\/www.techcrunch.com\/2008\/11\/12\/more-sex-videos-for-everyone-youtube-sells-video-search-results-to-the-highest-bidder\/\" title=\"\">dazu entschlossen<\/a>, seine Strategie etwas anzugleichen. Mittlerweile bedient sich das Videoportal dem <!--more-->KnowHow seines gro&#223;en Bruders und integriert Teile, die sich bei Google bew&#228;hrt haben. Die Topresultate der Videosuchmaschine werden mittlerweile an den h&#246;chstbietenden verkauft \u2013 eine Praxis, die bei Google seit Jahren f&#252;r volle Kassen sorgt. Dar&#252;ber hinaus wurde eine Kooperation mit dem Filmstudio MGM <a href=\" http:\/\/www.streetlightstv.de\/blog\/youtube-kooperiert-mit-filmstudio-mgm\/\" title=\"\">verk&#252;ndet<\/a>, in deren Rahmen Filme des angeschlagenen Studios in Zukunft kostenlos bei Youtube gezeigt werden \u2013 nat&#252;rlich von Werbung begleitet.<\/p>\n<p><strong>Das Problem mit der Quantit&#228;t<\/strong><\/p>\n<p>Der Branchenprimus ist damit aber noch l&#228;ngst nicht am Ende seiner Ideen. So wird Youtube in Zukunft die <a href=\" http:\/\/adsense.blogspot.com\/2008\/11\/now-serving-overlay-ads-in-embedded.html\" title=\"\">M&#246;glichkeit anbieten<\/a>, Overlay-Ads auch in jene Videos einzubinden, die auf anderen Webseiten integriert (embedded) werden k&#246;nnen. Eine Sache, die zweifelsohne die Werbeeinnahmen sowohl von Youtube, als auch die der Partner, betr&#228;chtlich in die H&#246;he schrauben wird (und eigentlich eine  logische Entwicklung darstellt).<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/de\/thumb\/7\/75\/YouTube.svg\/200px-YouTube.svg.png\" alt=\"\" \/><\/center><\/p>\n<p>TechCrunch weist zurecht darauf hin, dass Youtube bei mehr als 5 Milliarden Videos, die pro Monat gestreamt werden &#8211; darunter drei bis vier Prozent mit Werbeinhalten &#8211; zwar nicht zu untersch&#228;tzende Werbeeinnahmen generiere, jedoch gegen&#252;ber kleineren Anbietern wie etwa Hulu, die sich auf weniger, aber daf&#252;r qualitativ hochwertigere Videos konzentrieren, einen klaren Nachteil aufweise. Das hat zum einen mit der gro&#223;en Menge von f&#252;r die Werbetreibenden unattraktiven Inhalten zu tun, zum anderen aber auch mit den enormen Kosten, die mit dem unglaublich gro&#223;en Angebot verbunden sind. Es sind also mehr die kleinen Davids, die auf dem Markt der Internet-Videos als wahre Sieger dazustehen scheinen, als die gro&#223;en Goliaths.<\/p>\n<p><strong>Klein aber fein \u2013 Langsam und doch viel schneller!<\/strong><\/p>\n<p>Ein Umstand der auch gut die Strategie des Videoportals Sevenload erkl&#228;rt, wo man sich zum Ziel gesetzt hat, seinen Fokus verst&#228;rkt auf qualitativ hochwertige Videoinhalte zu legen und sich damit klar vom Branchenprimus Youtube differenziert. Denn es scheint eindeutig einfacher zu sein, (potente) Werbetreibende f&#252;r Qualit&#228;ts-Inhalte zu finden, als f&#252;r die reine Masse. Trash sells scheinbar nicht!<\/p>\n<p>Bleibt abzuwarten, wie sich die Prognosen nun tats&#228;chlich entwickeln werden. Eines jedoch scheint \u2013 zumindest f&#252;r mich \u2013 klar zu sein: weniger ist oftmals mehr! Lieber den Blick auf wenige, aber daf&#252;r hochwertige Videos legen, als aufgrund von schierem Massendrang, die Qualit&#228;t zu vernachl&#228;ssigen und sich damit nicht nur f&#252;r die Werbeindustrie, sondern auch f&#252;r die Nutzerinnen und Nutzer &#8211; die ohnehin mit Masse im Internet oftmals &#252;berfordert werden &#8211; unattraktiv zu machen. <a href=\" http:\/\/www.streetlightstv.de\" title=\"\">Aus eigener Erfahrung<\/a> bin ich zudem &#252;berzeugt davon, dass es mehr Sinn macht, die Auswertungszeit eines einzelnen Videos l&#228;nger auszunutzen, als gleich das zweite, dritte und vierte in kurzen Abst&#228;nden hinterher zu legen! Eine Feststellung, die man auch dem einen oder anderen Web-TV-Anbieter durchaus nahe legen k&#246;nnte&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eWo ist das Geld?\u201c fragt TechCrunch in einer aktuellen Analyse bez&#252;glich Online-Videos. Entgegen der enthusiastischen Erwartungen, dass Videowerbung in den kommenden f&#252;nf Jahren von 500 Millionen US-Dollar 2008 auf mehr als 5 Milliarden US-Dollar ansteigen werde, erwartet TechCrunch vielmehr, dass diese Prognosen in absehbarer Zeit stark nach unten korrigiert werden m&#252;ssten. 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